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Zusammenfassung

Das Imprägnieren. welches man deutsch am einfachsten mit „Tranken“ übersetzen kann, wird bei ungezählten Körpern vorgenommen, um einerscits Arzneimittel in aufsallgungsfähigen Stoffen festzuhalten oder aber auch für technische Zwecke, um beispipisweise Holz, Papier, Kleider und die hieraus hergestellten Gebrauchsgegenstände haltbar zu machen. Es ist also hier das Imprägnieren gleichbedeutend mit Konservieren. Für das Imprägnieren von Verbandstoffen für chirurgische Zwecke werden die betreffenden Stoffe mit Lösungen von Arzneimitteln, beispielsweise Salicylsäure, Sublimat, Kltrbolsäure usw., getränkt und dann wieder getrocknet. Zum Tränkeu verwendet man meistens Watte, Mull. Gaze usw. Betreffs der Technik der Herstellung derartig imprägnierter Verbandstoffe lese man in der Abteilung „Verbandstoffe“ nach. Was das Imprägnieren von anderen Körpern, speziell solchen betrifft, die dadurch unverbrennlich oder schwer verbrennlich gernacht werden sollen, so vergleiche man hierzu unter „Flammenschutzund Feuerlöschmittel“. Für eben genannte Zwecke kommen vurwiegend wolframsaure und phosphorsaure Salze, auch Chloride, Natronwasserglas lind zahlreiche andere in Frage, während zum lmprägnieren von Holz für Bauten, Eisenbahnzwecke, also überall dort, wo es sich um eine Konservierung handelt, Zinkchlorid, rohe Karbolsäure, Teeröl, Sublimat, Fluorsalze und Kupfersalze Verwendung finden. Man vergleiche hierzu auch die Abteilung „Konservieren“. Schließlich versteht man unter Imprägnieren auch das Sättigen von Flüssigkeiten mit Gas, so das Lösen von Kohlensäure in Wasser oder fetten Ölen. Unter „Mineralwasserfabrikation“ ist das Nötige über imprägnierte Wässer nachzulesen.

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Copyright information

© Julius Springer, Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • Eugen Dieterich

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