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Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe

  • F. Göppert
  • L. Langstein

Zusammenfassung

Es maß besonders betont werden, daß zu der Diagnose Anämie Blässe der Haut, ja sogar der Schleimhäute nicht genügt. Bei älteren Kindern handelt es sich vielmehr meist um Scheinanämie (s. diese) bei normaler Beschaffenheit des Blutes. Auch müssen durch Zählung der roten und weißen Blutkörperchen, vielfach auch durch Feststellung des mikroskopischen Blutbildes Leukämie und perniziöse Anämie ausgeschlossen werden. Schließlich muß festgestellt werden, ob Anämie oder Scheinanämie nicht Folgeerscheinungen anderer Erkrankungen, Sepsis, Pyelozystitis, Lues oder Tuberkulose sind. Anämie mit Milztumor im Säuglingsalter ohne leukämisches Blutbild ist als Anämie zu behandeln. Prophylaxe und Therapie ergeben sich aus der Erkenntnis der Ursache. Je jünger das Kind ist, um so eher liegt eine angeborene Konstitutionsanomalie zugrunde. So können unreif Geborene, Zwillinge, Kinder anämischer Mütter auch bei geeigneter Ernährung anämisch werden. Die besonderen Vorsichtsmaßregeln, die sich daraus ergeben, haben wir im Kapitel über Frühgeborene besprochen (s. S. 75). Die wichtigste Ursache zur Entwickelung der Krankheit ist bei gegebener konstitutioneller Grundlage einseitige Ernährung jeder Art. Beim Säugüng ist es meist eine einseitige Milchernährung, und zwar ganz besonders die Ziegenmilchernährung.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1920

Authors and Affiliations

  • F. Göppert
    • 1
  • L. Langstein
    • 2
  1. 1.Universitätskinderklinik in GöttingenDeutschland
  2. 2.Kaiserin Auguste Victoria Hauses zur Bekämpfung der Sauglingssterblichkeit im Deutschen Reiche in Berlin-CharlottenburgDeutschland

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