Dampf und Dunst

  • Heinrich Greinacher
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 40)

Zusammenfassung

Gewöhnlich macht man sich keine Vorstellung von den lebhaften Vorgängen, die man beim Eingießen eines Gläschens Wasser heraufbeschwört. Es ist nämlich ein richtiger Sturm im Wasserglas! Denn aus der Wasserfläche schießen mit Vehemenz Dampfmolekeln in die Atmosphäre hinaus. Wohl sieht unser Auge nichts von diesem Schnellfeuer. Aber der Physiker rechnet uns vor, daß es selbst bei nur geringer Wasserverdunstung — nehmen wir mal 18 g in einer Woche an — schon 1 Trillion pro sec sind. Es ist indessen leicht, diesen Vorgang zu bremsen. Wir stülpen einfach einen Deckel über das Glas. Dann verdampft nämlich nur so viel, bis die Luft im Wasserglas „wasserdampfgesättigt“ ist, d. h. bis sich ein Wasserdampfdruck ausgebildet hat, welcher der gerade herrschenden Temperatur entspricht. Dabei wird der Dampf natürlich entsprechend Luft verdrängen und diese somit verdünnen. Indessen bleibt der Barometerdruck im Innern unverändert, vorausgesetzt, daß der Deckel nicht hermetisch verschließt. Bloß setzt sich jetzt der Druck aus dem des gesättigten Dampfes und dem der restlichen Luft zusammen.
Abb. 31.

Dampf.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1939

Authors and Affiliations

  • Heinrich Greinacher
    • 1
  1. 1.Universität BernSchweiz

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