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Zusammenfassung

Die Prognose der bösartigen Geschwülste ist infaust, sofern sie sich nicht im Gesunden operativ entfernen lassen. Dieser Satz der Vor-Röntgenzeit hat für die bösartigen Geschwülste der Knochen auch heute noch seine Gültigkeit behalten. Hat doch noch keine Zentrale der Röntgentherapie trotz der ungeheueren auf dieses Ziel gerichteten Anstrengungen eine Reihe dauernd geheilter Knochensarkome bekanntgeben können. Unter den im Schrifttum mitgeteilten Heilungen mögen sich wenige Beobachtungen finden, welche eine Dauerheilung echter Sarkome darstellen. Diese Fälle sind aber seltene Ausnahmen, gewissermaßen Zufallsereignisse, mit denen wir nicht rechnen können. Bei der Mehrzahl ist die Diagnose entweder überhaupt nicht gesichert — die Serie 72 und 73 beweisen die Möglichkeit der Täuschung — oder es handelt sich um sog. Riesenzelltumoren, in deren Reihe die Epulis und die Ostitis fibrosa gehören, die aber heute als Granulationsgewebe erkannt sind und nicht mehr als echte Neubildung aufgefaßt werden. Was die echten bösartigen Knochengeschwülste betrifft, so können in ihrem Verlauf Veränderungen auftreten, welche in die Richtung einer Heilung deuten. Solche Veränderungen sind Verkalkungen, Verknöcherungen (Serie 64 und 65) oder Abkapselungen. Aber diese sind als regressive oder als Ausreifungsvorgänge ein natürlicher Ablauf und kein Bestrahlungserfolg, ganz abgesehen davon, daß sie stets unvollkommen bleiben. Wissen wir doch, daß eine vorher osteoidastische Metastase nach erfolgter Fraktur des Knochens osteoplastische Fähigkeit annimmt und den Bruch heilt (Serie 67). Auch „Abkapselungen“ (Serie 62) sind eine natürliche, von außen unbeeinflußte Reaktion zwischen gesunder Umgebung und der Neubildung. Eine zuverlässige Heilung durch Einwachsen des gesunden Knochens in den untergehenden Geschwulstbezirk, wie wir sie etwa bei den Granulationswucherungen der Serie 26 oder Serie 55a sehen, ist bisher nicht belegt. — Wir haben uns umgesehen, aber außer der Operation noch nichts gefunden.

Tumours

Abstract

When the removal of genuine malignant tumours is not possible, the prognosis is of course hopeless. This was so in pre-Röntgen days and as far as bone tumours are concerned, it is still true. Despite tremendous efforts in this direction, no X-ray institute has, as yet, been able to prove a series of permanent cures of bone sarcomata. Among the published cases of permanent eures of genuine bone sarcomata, few are deserving of much consideration. These cases are exceptions — one might say, accidental events, upon which we cannot rely. In the majority of cases, either the diagnosis has not been confirmed (Series 72 and 73 illustrate the possibility of error) or it is a case of so-called giant cell tumour, to which species, epulis and osteitis fibrosa belong. These are now recognised as consisting of granulation tissue and are not genuine new growths. Sometimes ehanges oeeur in the course of a genuine malignant bone tumour that seem to indicate healing. Such changes are calcification, deposition of bone (Series 64–65) and scar formation. They are regressive or maturing changes — a natural eourse which should not be ascribed to the success of Röntgen therapy — apart from the fact that they always remain imperfect. We know that after sustaining a fracture of the bone, an osteoclastic metastasis adopts osteoplastic ability and the fracture heals (Series 67). „Scarring“ also (Series 62) is a natural reaction between healthy surroundings and new construction, and is uninfluenced by outside factors. A reliable eure by the penetration of healthy bone into the breaking down tumour area, such as we see in granulation tumours (Series 26 or 55a.) is not yet proved. As far as we know, there is no cure except by operation.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1931

Authors and Affiliations

  • Victor Hoffmann

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