Einteilung der Öle und Fette

  • Karl Krekeler
Part of the Werkstattbücher book series (WERKSTATTBÜCHER, volume 48)

Zusammenfassung

Nach der Theorie von Engler-Höfer, die vor allen anderen die größere Wahrscheinlichkeit für sich hat, ist das Erdöl durch Druckdestillation aus ungeheuren Massen tierischer und pflanzlicher Stoffe des Meeres entstanden. Es ist in Sandsteinschichten eingelagert, die meist durch Bohrungen erschlossen werden. In Deutschland sind erdölführende Schichten durchweg an sog. Salzstöcke gebunden. Die Bohrtiefe ist sehr verschieden und reicht im Reich bis zu etwa 1500 m, im Auslande (Amerika) bis zu etwa 3000 m. Nicht produzierende Bohrungen sind im In- und Auslande bis über 3500 m durchgeführt. Bei einem Springer tritt das Öl durch eigenen Gasdruck selbsttätig zutage. Ist dieser zu schwach, wird es gepumpt und nötigenfalls durch ein zweites Bohrloch Gas in die erdölführende Sandsteinschicht eingedrückt, das dann das Öl in Bläschen durch die Steinschicht an das Saugrohr führt (Abb. 1).

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Literatur

  1. 2.
    Vgl. Shell-Taschenbuch für Werkstatt und Betrieb, S. 71. Leipzig 1939.Google Scholar
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    Die Oberflächenspannung ist die Kraft, die die freie Oberfläche einer Flüssigkeit so weit wie möglich zu verringern strebt. Sie hat praktisch Bedeutung z. B. beim Aufsteigen des Petroleums im Lampendocht oder für das Eindringen des Schmiermittels in die Zwischenräume zwischen den Gleitflächen oder für die Emülsionsfähigkeit von Öl mit Wasser. Die Erdöl-Kohlenwasserstoffe haben im Verhältnis zu fetten Ölen eine sehr hohe Oberflächenspannung. Sie ist bei hochraffinierten Ölen gegenüber reinem Wasser so hoch, daß die durch kräftiges Durchschütteln gebildete Emulsion sich in verhältnismäßig kurzer Zeit wieder in zwei Schichten trennt. Durch Zusatz von fettem öl kann die Oberflächenspannung so verringert werden, daß die Emulsion erhalten bleibt. Je kleiner die Oberflächenspannung ist, desto besser ist auch die sog. Netzfähigkeit, also die Neigung zur Ausbreitung auf Metallflächen, und die Fähigkeit, auf diesen Flächen zu haften (Haftfähigkeit).Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Berlin Heidelberg 1943

Authors and Affiliations

  • Karl Krekeler
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule AachenDeutschland

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