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Ulcus gonorrhoicum

  • Edmund Lesser

Zusammenfassung

In sehr seltenen Fällen sind an den Genitalien oder in deren Nähe, auch ausgehend von einem Inguinalbubo oder einem Abszeß, Geschwüre beobachtet worden, die durch Gonokokkeninfektion hervorgerufen waren. Es sind in solchen Fällen die Gonokokken nicht nur im Sekret sondern auch im Gewebe durch Färbung und Kultur sicher nachgewiesen worden, so daß an der ätiologischen Bedeutung der Gonokokken für diese Geschwürsbildungen nicht gezweifelt werden kann (Salomon, Thalmann). Auch der mehrfach beobachtete Mißerfolg einer jeden Therapie, bis zu den gegen die Gonorrhoe wirksamen Mitteln, den Silberverbindungen, gegriffen wurde, spricht sehr hierfür. Die Geschwüre ähneln den serpiginösen Schankern, schreiten mit unterminierten Rändern in der Peripherie weiter und können zu erheblichen Zerstörungen führen. Auch auf die Schleimhaut können die Geschwüre übergehen und möglicherweise sind manche Rektalgeschwüre bei Mastdarmtripper durch Gonokokken hervorgerufen. — Zur Behandlung sind zu empfehlen Abspülungen mit Albargin (1:1000) oder Argentum nitricum (3–5: 1000), Verbinden mit Itrol oder ½%iger Argent. nitric.-Lösung.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1914

Authors and Affiliations

  • Edmund Lesser
    • 1
  1. 1.Universitäts-Klinik und Poliklinik für Haut- und GeschlechtskrankheitenBerlinDeutschland

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