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Induktivitäten

  • H. Rein
  • K. Wirtz

Zusammenfassung

Beim Aufbau der radiotelegraphischen Sende- und Empfangseinrichtungen bilden die Selbstinduktionsspulen ncben den Kondensatoren den wichtigsten Bestandteil. Die Spulen können ein- oder mehrlagig ausgeführt werden, wobei im letzteren Falle der Vermeidung jeder Eigenkapazität eine besondere Sorgfalt zuzuwenden ist. Infolge der Eigenkapazität bilden sich in der Spule selbst geschlossene Schwingungskreise aus. Wird nun eine derartige Spule mit einer kleinen Kapazität verbunden, z. B. in eine Antenne geschaltet, so entstehen in ihr Nebenströme, die gegen den Strom im Hauptschwingungskreis nicht vernachlässigbar sind. Sie bedingen nicht nur beträchtliche Verluste, vergrößern sonach die Dämpfung des Kreises, sondern beeinflussen auch die Wellenlänge. Häufig lassen sich bei nicht kapazitätsfreien Spulen eine ganze Anzahl von EigenWellenlängen nachweisen. Besonders störend äußern sich diese Erscheinungen bei Empfangsschaltungen, da bei ihnen die Reinheit der Abstimmung völlig verloren gehen kann. Das gleiche gilt auch für alle Drosselspulen der Sende- und Empfangsseite, denen die Aufgabe zufällt, durch ihren hohen induktiven Widerstand die hochfrequenten Ströme von anderen Kreisen fernzuhalten. Sobald infolge ungeschickten Aufbaues ihre Eigenkapazität groß ausfällt, sind sie nicht mehr imstande, ihre Aufgabe zu erfüllen, da die hochfrequenten Ströme in dem kapazitiven Nebenschluß, der infolge der Eigenkapazität entsteht, einen geringen Widerstand finden und somit in den abzuschirmenden Kreis eindringen können.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1922

Authors and Affiliations

  • H. Rein
  • K. Wirtz
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule zu DarmstadtDeutschland

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