Gehirn und Sprache

  • Ernst Scharrer
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 31)

Zusammenfassung

Die Sprache kommt nur dem Menschen zu. Es gibt zwar auch bei den Tieren Lautäußerungen und verschiedene Formen des Mitteilungsvermögens — das Grillenweibchen hört auf das Zirpen des Männchens, die Bienen verständigen sich durch Tänze über die Eröffnung neuer Nektarquellen, die Papageien können menschliche Laute nachahmen —, aber zur Ausbildung einer echten Sprache kommt es nicht. Die Fähigkeit, Begriffe zu bilden, geht den Tieren ab. So wenig das Sehen nur Sache des Auges und das Hören nur Sache des Ohres ist, so „spricht“ eigentlich auch nicht der Kehlkopf, sondern das Gehirn. Der Kehlkopf, die Lippen, die Zunge usw. formen nur die Laute, sie stellen die Handwerkszeuge des „Sprechens“ dar; die „Sprache“ aber ist ein Produkt der Großhirnrinde.

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© Julius Springer in Berlin 1936

Authors and Affiliations

  • Ernst Scharrer
    • 1
  1. 1.Neurologisches InstitutUniversität Frankfurt a. M.Deutschland

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