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Röntgenstereoskopie

  • Wilhelm Trendelenburg

Zusammenfassung

Die bisher besprochenen Verfahren zur stereoskopischen Messung haben gemeinsam, daß sie an Bildern der Gegenstände angewendet werden, die durch photographische Objektive entworfen sind. Es könnte daher zunächst scheinen, daß die messende Röntgenstereoskopie auf ganz anderen Voraussetzungen beruhe, weil ja das Röntgenbild ein Schattenbild ist, das nicht durch Strahlenvereinigung zustande kommt. Es läßt sich aber leicht der nahe Zusammenhang beider Gebiete zeigen und einsehen, daß wir uns das Schattenbild im wesentlichen durch eine entsprechende gewöhnliche photographische Aufnahme ersetzt denken können. Es bedeute (in Abb. 6) A zunächst den Ort der Antikathode bei der Röntgenaufnahme, Pl den Ort der Platte, P, P′, P″ und P‴ einige Punkte eines in seinen Umrissen gezeichneten Objektes. Von diesen Objektpunkten werden dann auf der Platte die Bildpunkte (Schattenpunkte) B, B′, B″ und B‴ entworfen. Es sei jetzt an die Stelle A das photographische Objektiv (O) gebracht, dessen Brennweite gleich der Hälfte der Entfernung A Pl sei. Die für die photographische Aufnahme bestimmte Platte befinde sich in (Pl) und es werden von den Objektpunkten nunmehr die Bildpunkte (B), (B′), (B″) entworfen.

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Copyright information

© Julius Springer 1917

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Trendelenburg
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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