Dermatologie pp 137-155 | Cite as

Bakterielle Infektionskrankheiten der Haut

  • Peter Fritsch
Part of the Heidelberger Taschenbücher book series (HTB, volume 222)

Zusammenfassung

Die Zahl potentieller Erreger von Hautinfektionen ist außerordentlich groß und die Inzidenz bakterieller Infektionskrankheiten an der Haut höher als an irgendeinem anderen Organ. Der einleuchtende Grund hierfür ist, daß die Haut das Grenzorgan zur mikrobiologischen Umwelt darstellt. Im Verhältnis zum Keimangebot der Umweh sind Infektionen der Haut jedoch bemerkenswert sehen, da diese durch ein äußerst wirksames Schutzsystem ausgerüstet ist. Dieses Schutzsystem besteht in erster Linie aus der mechanischen Barriere der Homschicht, deren relativer Trockenheit und dem niedrigen Oberflächen-pH-Wert (etwa 5, 5). Zusätzhch sind noch eine Reihe wenig definierter keimabwehrender, körpereigener Substanzen an der Hautoberfläche wirksam, zum Teil unspezifischer (u. a. freie Fettsäuren), zum anderen Teil spezifischer Natur (Immunglobuline). Ihr keimfeindhches Miheu macht die Hautoberfläche weitgehend unempfindlich gegenüber der Invasion auch in großen Mengen herangebrachter pathogener Keime verschiedenster Provenienz; bei Verletzungen der Homschicht bricht diese Abwehr allerdings zusammen. Die meisten bakteriellen Hautinfektionen sind demnach nur bei traumatischer Inokulation oder bei Vorhandensein präexistenter Schäden der Homschicht möglich. Typische Beispiele für derartige Schäden: kleine Kontinuitätsverletzungen, Wundnähte, starke Hydratation der Hornschicht (Okklusivverband!).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1983

Authors and Affiliations

  • Peter Fritsch
    • 1
  1. 1.Universitäts-HautklinikInnsbruckAustria

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