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Diffuse Hepatitiden

  • Heribert Thaler

Zusammenfassung

Zu Beginn der bioptischen Ära hat die Interpretation der hepatitischen Leberveränderungen einige Schwierigkeiten bereitet, da sich bald zeigte, daß sich der prinzipielle Charakter der Veränderungen ebenso wie der pathomorphologische Ablauf der Erkrankung kaum in das klassische Entzündungsschema einordnen ließen. Mesenchymale Proliferation und vorwiegend kleinrundzellige Infiltration, die das akute Krankheitsstadium beherrschen, sind nämlich nach klassischer Anschauung als Elemente der chronischen Entzündung anzusehen [144]. Diese Schwierigkeit teilt die Virushepatitis übrigens mit den meisten anderen parenchymatösen Viruskrankheiten. Auch in einer so modernen Definition des Entzündungsbegriffes, wie sie Büchner [30] gegeben hat, findet die Virushepatitis kaum Platz: „Eine Entzündung ist der Komplex jener örtlichen Veränderungen der Durchblutung, der Blutgefäße und des Mesenchym, welche unter der Wirkung eines lokalisierten Krankheitsreizes eintreten und in der Regel das Erlöschen der Reiz Wirkung zur Folge haben“. Der Grund für diese Schwierigkeit ist verständlich, da die parenchymatösen Abschnitte der Leber Sinusoide, aber kein reagibles Gefäßsystem besitzen. Die logische Konsequenz war die Feststellung Büchners: „daß es keine parenchymatöse Entzündung gibt“.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin · Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • Heribert Thaler
    • 1
  1. 1.Vorstand der IV. internen Abteilung des Wilhelminenspitals der Stadt WienUniversität WienÖsterreich

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