Konzentrationsangaben — Maßanalyse — Neutralisationsverfahren Säure-Base-Indicatoren

  • Rolf Appel

Zusammenfassung

Die Zusammensetzung von Lösungen wird häufig in verschiedener Weise angegeben:
  1. 1.

    Gewichtsprozente geben die in hundert Gewichtsteilen Lösung (nicht Lösungsmittel!) enthaltene Gewichtsmenge des gelösten Stoffes an.

    Beispiele:
    1. a.

      Berechne den Gehalt in Gew.-% einer Lösung von 15 g gelösten Stoffes in 100 g Lösungsmittel. Gewicht der Lösung ist (100 + 15) g. Folglich ist der Gehalt in Gew.- %: \( \frac{{15 \cdot 100}}{{115}} = 13.04\% \).

       
    2. b.

      3,5 g Chlorwasserstoff werden in 50 g Wasser gelöst. Das Gewicht der Lösung ist 53,5 g, Gew.-% demnach: \( \frac{{3,5 \cdot 100}}{{53.5}} = 6.54\% \).

       
     
  2. 2.
    Bei Löslichkeitsangaben gibt man dagegen die Gewichtsmenge des gelösten Stoffes an, welche in bestimmten Gewichtsteilen des reinen Lösungsmittels enthalten ist (meist 100 oder 1000 g). Die Errechnung der Löslichkeit aus der Angabe in Gew.- % zeigt das folgende Beispiel :
    • Es soil ermittelt werden, wieviel Gramm reiner Substanz in einer x%igen Lösung pro 100 g Lösungsmittel enthalten sind. Wenn in 100 g Lösung x g gelöste Substanz enthalten sind, dann ist die Menge des Lösungsmittels (100 - x) g. Auf 100 g Lösungs mittel kommen demnach \( \frac{{x \cdot 100}}{{(100-x)}}g \)gelöster Substanz.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturverzeichnis

  1. Jander, G., u. K. F. Jahr: Maßanalyse (Sammlung Göschen, Band 221/221 a). Berlin: W. de Gruyter&Co. 1959.Google Scholar
  2. Nylén, P., u. N. Wigren: Einführung in die Stöchiometrie. Darmstadt: D. Steinkopff 1952.Google Scholar
  3. Schwarzenbach, G.: Die komplexometrische Titration. Stuttgart: F. Enke 1955.Google Scholar
  4. Seel, F.: Grundlagen der analytischen Chemie und der Chemie in wäßrigen Systemen. Weinheim: Verlag Chemie GmbH 1955.Google Scholar
  5. Vogel, A. J.: Quantitative Inorganic Analysis. London: Longmans, Green & Co. 1951.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • Rolf Appel
    • 1
  1. 1.Anorganisch-Chemisches InstitutUniversität BonnDeutschland

Personalised recommendations