Über produktive Diabetikerfürsorge

  • G. Katsch
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 64)

Zusammenfassung

Wenn ich unseren Vorsitzenden, Herrn Reinwein, richtig verstanden habe, so hat er mich deshalb am Tag der Prophylaxe um ein Referat gebeten über produktive Diabetikerfürsorge, damit an einem besonders geeigneten Beispiel aus besonderer persönlicher Erfahrung Grundsätzliches dargestellt werde über produktive Krankenfürsorge und Vorsorge, was sich mutatis mutandis auch auf andere Erkrankungsgruppen übertragen läßt und was sich ungefähr, aber nicht ganz, deckt mit dem heute viel gebrauchten Begriff Rehabilitation. Der Begriff produktive Diabetikerfürsorge ist von mir 1930 programmatisch geprägt und das damit gekennzeichnete Programm unter hingebender und zum Teil begeisterter Mitarbeit meiner klinischen Helfer in erheblichem Umfang und mit weitreichender Wirkung in die Tat umgesetzt worden. Wenn ich dies nicht ohne Stolz für unseren Arbeitskreis bekennen darf, so liegt es daran, daß etwas geschah, wofür die Zeit reif war. Anderseits war der Zeitpunkt (1930) durch das damals riesengroße Problem der ständig wachsenden Arbeitslosigkeit auch dazu angetan, die Schwierigkeiten eines neuen sozialmedizinischen Unterfangens besonders zu verschärfen — im einzelnen noch stärker als im grundsätzlichen. Damals schien der Staat zu ersticken an unproduktiven sozialen Aufwendungen insonderheit durch die Arbeitslosenunterstützung, und daß der Diabetes im Gefolge der Insulinentdeckung und der durch sie eröffneten Behandlungs- und Ausgleichsmöglichkeiten zu einem wichtigen sozialmedizinischen Problem geworden war, hatten nur wenige erkannt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • G. Katsch
    • 1
  1. 1.GreifswaldDeutschland

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