Die Schultergelenksankylose

  • Georg Hohmann

Zusammenfassung

Ist sie in relativ günstiger Gebrauchsstellung erfolgt, d. h. in einer Abduktion von etwa ½ Rechten oder mehr und ist das Schulterblatt frei beweglich und nicht etwa durch Narbenbildung am Thorax fixiert, so soll man die Ankylose im allgemeinen bestehen lassen, weil dann mit Hilfe der das Schulterblatt bewegenden Muskeln eine befriedigende Hebung und Senkung des Armes möglich ist. Ist nach dem Röntgenbild nur eine teilweise knöcherne Fixierung des Humeruskopfes an der Pfanne zu erkennen, so ist die Beseitigung dieser fixierenden Brücke oder eines sperrenden Knochenzackens zu raten, denn in diesem Falle sind oft die Aussichten für eine Wiederherstellung der Schultergelenksbeweglichkeit günstig. Ist aber der ganze Schulterspalt aufgehoben und Kopf mit Pfanne in einer ineinander übergehenden Knochenmasse verschmolzen, so würde ich empfehlen, anstatt der im Erfolg zweifelhaften Wiederherstellung des komplizierten Kugelgelenkes lieber eine Verbesserung einer ungünstigen Gebrauchsstellung durch eine unterhalb des Gelenkkopfes vorzunehmende subkapitale, parartikuläre Osteotomie anzustreben, durch welche der Oberarm in Abduktion mit leichter Vorwärtsführung gestellt wird.

Copyright information

© J. F. Bergmann, München 1949

Authors and Affiliations

  • Georg Hohmann
    • 1
  1. 1.Orthopädischen Klinik MünchenOrthopädischen UniversitätspoliklinikDeutschland

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