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Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie book series (PSYCHIATRIE, volume 89)

Zusammenfassung

Die Born’sche Krankheit (Borna Disease = BD) ist seit über 200 Jahren in Mitteleuropa beim Schaf und bei Equiden bekannt und wurde vor allem in Deutschland seit den 20er Jahren dieses Jahrhunderts wissenschaftlich untersucht. In Deutschland ist BD die häufigste Meningoencephalitis bei Pferd und Schaf, das Vorkommen in anderen Ländern war immer wieder umstritten, ist jetzt aber nachgewiesen (Caplazi et al. 1994; Bode et al. 1994a; Herzog et al. 1994). Das ursächliche Virus (BDV) ist streng neurotrop und wahrscheinlich umhüllt, konnte aber elektronenmikroskopisch bisher nicht sicher dargestellt werden. Das virale Genom besteht aus einer negativen einsträngigen RNA einer Größe von ca. 9 kB (de la Torre et al. 1990; Lipkin et al. 1990; Vande Woude et al. 1990; Richt et al. 1993a, b; Briese et al. 1992; Mc Clure et al. 1992; Cubitt et al. 1994a; Pyper und Clements 1994; de la Torre 1994). BD ist auf ein sehr breites Spektrum von Spezies, vom Huhn bis zu Primaten, experimentell übertragbar. Krankheitsbild und Verlauf sind in Abhängigkeit von Spezies, Infektionsroute, immunologischen und genetischen Faktoren außerordentlich variabel. Das Spektrum klinischer Störungen reicht von schweren akuten Meningoencephalitiden mit ausgeprägter neurologischer Symptomatik und letalem Verlauf bis hin zu blanden Encephalitiden mit ausschließlichem Auftreten von Verhaltensstörungen.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG Darmstadt 1998

Authors and Affiliations

  1. 1.Abt. Psychiatrie IIUniversität UlmDeutschland
  2. 2.Abt. PsychiatrieBezirkskrankenhauses GünzburgGünzburgDeutschland

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