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Hypothese einer humanen BD

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Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie book series (PSYCHIATRIE, volume 89)

Zusammenfassung

Mit dem Nachweis spezifischer BDV-Serumantikörper beim Menschen (Rott et al. 1985; Amsterdam et al. 1985) war die Frage des Vorkommens einer humanen BD grundsätzlich gestellt. Die ursprüngliche Hypothese einer möglichen Bedeutung von BDV für affektive Psychosen (Amsterdam et al. 1985) erwies sich bald als erweiterungsbedürftig (Bechter et al. 1987; Bechter u. Herzog 1990). Um hier diese Hypothesen weiter zu präzisieren ist zunächst der derzeitige Kenntnisstand über die natürliche wie experimentelle BD von entscheidender Bedeutung. Die vom Tier bekannten Eigenschaften des Erregers und die Eigenheiten der Krankheit sind zu berücksichtigen und dann analog in die Hypothese einer humanen BD einzubringen. Aus anderem Blickwinkel betrachtet kommen prinzipiell als Manifestationen einer humanen BD alle neuropsychiatrischen Krankheitsbilder des Menschen in Frage, deren Ätiologie derzeit nicht geklärt ist und bei denen Analogien zur BD beim Tier erkennbar sind. Der Vergleich von tierischem mit menschlichem Verhalten ist zwar immer problematisch. Es scheint aber nicht widersinnig sondern folgerichtig, solche Analogien zu versuchen, wenn im Bewußtsein bleibt, daß menschliches Verhalten besonders komplex ist und Analogieschlüsse deshalb begrenzt bleiben müssen, wie dies für die vergleichende Verhaltensforschung generell gilt (Lorenz 1973; Eibl-Eibesfeldt 1984).

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG Darmstadt 1998

Authors and Affiliations

  1. 1.Abt. Psychiatrie IIUniversität UlmDeutschland
  2. 2.Abt. PsychiatrieBezirkskrankenhauses GünzburgGünzburgDeutschland

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