Veränderungen in geschichtlicher und prähistorischer Zeit

  • Erich Thenius
  • Karl v. Frisch
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 114)

Zusammenfassung

Ozeane und Kontinente erscheinen dem Menschen ebenso unveränderlich wie Gebirge und Tiefländer. Die Lebensdauer des Menschen ist meist zu kurz, um etwaige Vorgänge, die zu Veränderungen führen, mit bloßem Auge registrieren zu können. Lediglich mit Hilfe genauer Meßgeräte lassen sich derartige Veränderungen feststellen. Hat man Gelegenheit, die Beobachtungszeit etwa über mehrere Generationen zu erweitern, so zeigt sich, daß sowohl Meere wie Festländer, also auch Gebirge und Tiefländer durchaus einem Geschehen unterworfen sind, das über längere Zeitspannen hinweg fortgesetzt zu richtigen Umwälzungen führen kann. Schon daraus wird ersichtlich, welche Bedeutung der Faktor Zeit besitzen kann. Eine Erkenntnis, die zugleich mit einer für den Paläogeographen grundsätzlichen Frage verbunden ist, nämlich, ob das vorzeitliche Geschehen durch gegenwärtig beobachtbare Vorgänge hinreichend erklärt werden kann oder nicht. Mit anderen Worten: Hat das Aktualitätsprinzip Gültigkeit oder nicht? Dieses Prinzip, das durch K. A. E. Von Hoff im Jahre 1822 erkannt und von dem berühmten englischen Geologen Charles Lyell zur Erklärung vorzeitlichen Geschehens erstmals praktisch ausgewertet worden ist, hat auch gegenwärtig seine Bedeutung als Grundprinzip nicht verloren, wenngleich auch nicht sämtliche Vorgänge in der Vorzeit damit erklärt werden können. Damit ist bereits zum Ausdruck gebracht, welche Bedeutung gegenwärtigen Beobachtungen zukommt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1977

Authors and Affiliations

  • Erich Thenius
    • 1
  • Karl v. Frisch
    • 2
  1. 1.Universität WienWienÖsterreich
  2. 2.MünchenDeutschland

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