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Über den Bau und die Anwendung einer künstlichen Niere

  • H. Sartorius
Conference paper
Part of the Freiburger Symposion an der Medizinischen Universitäts-Klinik book series (FREIBURGER, volume 3)

Zusammenfassung

Im Mai 1913 veröffentlichten erstmalig Abel, Rowntree und Turner (1) eine Methode zur Blutdialyse außerhalb des Körpers. Ihr Apparat bestand aus Kollodionschläuchen, die als semipermeable Membranen anzusehen waren und die verbunden mit Glasröhren zu einem System zusammengeschlossen wurden. Als Anticoagulans benutzten sie Hirudin. Ihre Dialysierflüssigkeit bestand aus 0,9%iger Kochsalzlösung. Necheless (2) konstruierte 1923 einen ähnlichen Apparat. Als Membran benutzte er Tierperitoneum. Bereits für diesen Autor bestand die Indikation zur Anwendung des Apparates bei temporärer Anurie. Erstmalig wurde von ihm auch das Heparin als gerinnungshemmende Substanz verwendet. Danach publizierte Haas (3) seine Ergebnisse mit der von ihm konstruierten künstlichen Niere. Haas kam zu dem Schluß, daß diese Methode bei urämischen Zuständen nicht zufriedenstellend war. Erst Kolff (4) hat dann zu Beginn der 40er Jahre das Problem der Blutdialyse außerhalb des Körpers wieder aufgegriffen. Kolff hat in einer Serie von Veröffentlichungen seinen Apparat und seine Ergebnisse beschrieben. Alwall in Schweden und Murray (5) in Kanada, die unabhängig voneinander arbeiteten, haben dann 1947 einen Apparat angegeben, der von der Kolffschen künstlichen Niere nur geringe Abweichungen zeigt. Vor allem aber hat Alwall (6—9) dann in der Folgezeit wichtige Beobachtungen über die Anwendung und seine Erfahrungen mit der künstlichen Niere veröffentlicht.

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Literatur

  1. 1.
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Copyright information

© Springer-Verlag OHG 1955

Authors and Affiliations

  • H. Sartorius
    • 1
  1. 1.Freiburg i. Br.Deutschland

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