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Manisch-depressives Irresein

  • Fridolin Philgus
  • Martin Alberti
  • Karl Herbst
  • Willibald Lücke
  • Michel Stefan
  • Leopold Würzburger
Chapter
Part of the Abhandlungen aus dem Gesamtgebiete der Kriminalpsychologie book series (AGK, volume 2)

Zusammenfassung

Der Ortsgeistliche schildert den Ph. als einen braven und fleißigen Jungen. Im 18. Jahre hatte er durch unvorsichtige Spässe seiner Kameraden ein Kopftrauma und eine Verletzung des rechten Armes erlitten, die zu der dauernden Lähmung führten. (Hemiplegie?). Als er später in die Fabrik kam, fiel es auf, daß er zeitweise anfing, leichtsinnig zu werden, seinen ganzen Lohn zu vergeuden, während er zu anderen Zeiten zum Trübsinn geneigt war. Bisher unbestraft, ließ er sich durch seine „Neigung zum Geldausgeben“ verleiten, 100 Mark zu stehlen, außerdem Fleisch, Wurst und Hausgeräte. In der Verwendung dieses unrechtmäßig erlangten Besitzes gebrauchte er gar keine Vorsicht, sondern zog in den Schenken des Ortes herum und bezahlte den Tischgenossen die Zeche. So kam der Diebstahl zutage, und Ph. wurde zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis verurteilt. Im Beginn der Strafe benahm er sich ziemlich ordnungswidrig, wurde mehrfach wegen Frechheit und Ungehorsam disziplinarisch bestraft, verhielt sich dann längere Zeit ruhig und gleichmäßig, bis im sechsten Strafmonat Unlust zur Arbeit, dann Verdrossenheit mit Neigung zum Weinen, Nahrungsverweigerung und Lebensüberdruß auftraten. Manchmal war er völlig apathisch, und die Besserung trat nur sehr langsam ein. Wahnideen und Sinnestäuschungen kamen nicht zur Beobachtung.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1912

Authors and Affiliations

  • Fridolin Philgus
  • Martin Alberti
  • Karl Herbst
  • Willibald Lücke
  • Michel Stefan
  • Leopold Würzburger

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