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Zusammenfassung

Nach dem grossen Aufschwunge der spanischen Nation im 16. Jahrhundert tritt mit dem Beginn des 17. Jahrhunderts eine Ermattung ein und das Land verliert schnell die früher errungene glänzende Stellung als Weltmacht. Unter Philipp’s III. und seines obersten Ministers, des Grafen von Lerma, elender Regierung macht sich dieser verderbliche Umschwung geltend. Einer der schwersten Schläge für Spaniens Wohlstand war die 1609 erfolgende Vertreibung der Moriskos. — Seit 1609 bestand eine Waffenruhe zwischen Spanien und den Niederlanden, und als Spanien unter Philipp IV. um 1621 den Krieg wieder eröffnete, blieb dies ohne sonderlichen Erfolg und der Plan des Ministers, Grafen von Olivarez, die vereinigten Niederlande zu besiegen, scheiterte gänzlich. Ebenso unglücklich für Spanien verliefen drei gegen Frankreich geführte Kriege; ausserdem wurde das Land durch Bürgerkriege zerrüttet; denn Catalonien, Portugal, Andalusien und Neapel empörten sich nacheinander und Portugal erstritt sogar seine Unabhängigkeit. Indess dauerte trotz dieser politischen Misserfolge und der hierdurch hervorgebrachten Abspannung die goldne Periode der Litteratur noch fort. Lope de Vega, der fruchtbare Dramendichter, lebte noch bis 1635; und mit dem vom Jahre 1613 ab berühmt werdenden grossen Calderon de la Barca bereitete die spanische Litteratur erst den kommenden Höhepunkt der Barockkunst vor.

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© Verlag von Julius Springer Berlin 1886

Authors and Affiliations

  • Gustav Ebe

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