Der Erbschaftsverwalter (personal representative)

  • Arthur Curti

Zusammenfassung

Nach, dem Tode des Erblassers fällt sein Vermögen nicht direkt den Erben oder dem Vermächtnisnehmer zu. Es geht vielmehr in allen Fällen an einen Erbschaftsverwalter über, gleichgültig ob ein Testament existiert oder nicht (A. E. A., 1925, s. 1). Ausgenommen davon ist nur festgelegtes Land (settled land), für das die Treuhänder der Stiftung (vgl. S. 182) als Erbschaftsverwalter gelten (A. E. A., 1925, s. 22 (1)). Ist ein Testamentsvollstrecker (executor) eingesetzt, so ist er ohne weiteres vom Todestage an Erbschafts Verwalter. Fehlt es aber an einem Testamentsvollstrecker (executor), so muß das Gericht einen Erbschaftsverwalter einsetzen, der zur Unterscheidung vom Testamentsvollstrecker, dem executor, den Namen „administrator“ hat, obschon die Aufgabe, Rechte und Pflichten bei beiden dieselben sind und eben in der Erbschaftsverwaltung bestehen. Bis der administrator gerichtlich bezeichnet ist, geht die Erbmasse auf den Richter über (A. E. A., 1925, s. 9). Der Erbschaftsverwalter (executor oder administrator) wird „personal representative“ genannt. Als Vertreter der Person des Verstorbenen übernimmt er alle seine Rechte und Pflichten, natürlich mit Ausnahme derjenigen, die mit dem Tode erlöschen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • Arthur Curti
    • 1
  1. 1.ZürichSchweiz

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