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Zusammenfassung

Als eine notwendige Funktion für die Erfüllung der psychoreflexologischen Regulation haben wir die Wiedervergegenwärtigung, das „Wiedereinfallen“ der in den Akten erzielten Entscheidungen bisher beiseite gelassen1). Die Wichtigkeit des Wiedereinfallens ist um so größer, je verwickelter die Zusammenhänge geworden sind. Soll die Sperrhebelwirkung der Begriffsbildung und der Wertbildung2) für weiteres Erkennen, finales Denken, Werten und Wollen nutzbar sein, müssen die Zusammenhänge ohne Wiederholung der Bildungsprozesse als geltend wieder einfallen. Unsere Erkenntnis, unser Werten und unser Wollen ist „auf Vorrat“ berechnet. Wir vollziehen Akte, deren resultierende Geltungen wir nicht gleich gebrauchen, sondern die erst später bei geeigneter Konstellation nötig werden. Wenn wir sie nötig haben, haben wir nicht Zeit und Energie genug übrig, um mit der nötigen Konzentration alle Akte noch einmal vollziehen zu können. Daß die Reproduktion gerade dann vorzugsweise erfolgt, daß die Erinnerung uns aber in diesen Zeitpunkten auch zuweilen im Stich läßt, daß uns andererseits aber auch manches zu verschiedenen Zeiten einfällt, was wir gar nicht gebrauchen können, das muß durch die Gesetze des Einfallens bedingt sein, denen wir uns noch zuzuwenden haben.

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Literatur

  1. 1).
    Th. Lipps, Das Selbstbewußtsein; Empfindung und Gefühl. Wiesbaden 1901, S. 12.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1922

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Burkamp

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