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Subjektive Beschwerden und objektiver Schweregrad bei Herzerkrankungen

  • M. Myrtek

Zusammenfassung

Die Medizin baut auf der pathologischen Anatomie auf. Krankheit ist dabei an organische Läsionen gebunden, wobei die Läsion sowohl anhand des Krankheitszeichens, dem objektiven Befund, als auch anhand der körperlichen Beschwerden, dem subjektiven Befinden, identifiziert werden kann [1]. Aus diesem „medizinischen Modell“ folgt, dass es eine hohe Korrelation zwischen dem objektiven Schweregrad einer Erkrankung und den subjektiven Beschwerden geben muss. Dieses Modell hat sich bei akuten Krankheiten in der Regel bewährt, da hier meist mit einer Korrelation von Befund und Befinden zu rechnen ist. Dies ist sicher der wichtigste Grund dafür, dass die Medizin so stark an diesem Modell festhält. Mit zunehmender Chronizität einer Erkrankung wird aber das sogenannte Krankheitsverhalten immer wichtiger, womit der Zusammenhang zwischen Befund und Befinden schwindet.

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Copyright information

© Steinkopff Verlag Darmstadt 2001

Authors and Affiliations

  • M. Myrtek
    • 1
  1. 1.Forschungsgruppe Psychophysiologie Psychologisches InstitutAlbert-Ludwigs-Universität FreiburgFreiburgDeutschland

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