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Das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom (WFS)

  • H. Isenberg

Zusammenfassung

Die am meisten gefürchtete perakute Verlaufsform der Meningokokken-Meningitis ist das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom (1911/1918), dessen Symptome bereits 1880 von Marchant und 1911 von Little beschrieben wurden. Dabei reicht die Anamnese meist nur wenige Stunden zurück. Nach katarrhalischen Symptomen entwickelt sich aus völligem Wohlbefinden heraus infolge massiver Bakteriämie eine akute, foudroyant verlaufende, bedrohliche Erkrankung mit schwerem Schocksyn-drom. Der Blutdruck ist kaum meβbar, die Herzfrequenz ist hoch. Das Kind ist blaβ-zyanotisch, apathisch oder komatös und hat hohes Fieber. Die Haut ist von kleineren und gröβeren ausgeprägten Hautblutungen und Petechien übersät (Abb. 12.1). Gelegentlich treten blutige Durchfälle auf. Man findet massenhaft Bakterien in Blut und Liquor; dabei ist die Zahl der Leukozyten sowohl im Blut als auch im Liquor charakteristischerweise annähernd normal. Das thrombohämorrhagische Geschehen ist ein prognostisch schlechtes Zeichen.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG, Darmstadt 1998

Authors and Affiliations

  • H. Isenberg
    • 1
  1. 1.Perinatalzentrum an den Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin MargaretDarmstadtDeutschland

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