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Plazentainsuffizienz

  • K. T. M. Schneider
  • C. v. Kaisenberg
  • W. Holzgreve

Zusammenfassung

Die Plazenta ist das “Atmungsorgan” des Feten. Viele Erkrankungen, die in die sog. Plazentainsuffizienz einmünden, weisen die Hypoxie als gemeinsame letzte präterminale Endstrecke auf, z.B. die Präeklampsie, Abruptio plazentae, einige Fälle fetaler Wachstumsretardierung, mütterlicher Diabetes und nicht erklärbare intrauterine Todesfälle. Feten zeigen unter diesen Bedingungen häufig eine ausgeprägte Polyzythämie. Sie versuchen die chronische Hypoxie durch verstärkte Hämatopoese zu kompensieren. Die Plazentainsuffizienz verursacht ein weites Spektrum fetaler Schäden. Hierzu zählen die Wachstumsretardierung, fetal distress, neonatale Asphyxie, bleibende Hirnschäden und kindlicher Tod vor oder unter der Geburt. Kenntnisse fetaler Säure-Basen und Gasparameter erleichtern dem Geburtshelfer die weitere geburtshilflichen Entscheidung (703). Weitere Angaben zu dieser Fragestellung finden sich auch im Teil II, Kap. 16. Wachstumsstörungen “Systematische Fetaldiagnostik”.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • K. T. M. Schneider
    • 1
  • C. v. Kaisenberg
    • 2
  • W. Holzgreve
    • 3
  1. 1.Frauenklinik und Poliklinik, Klinikum rechts der IsarTechnische Universität MünchenMünchenDeutschland
  2. 2.Frauenklinik und PoliklinikUniversitätskrankenhaus EppendorfHamburgDeutschland
  3. 3.Zentrum für FrauenheilkundeWestf. Wilhelms-UniversitätMünsterDeutschland

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