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Medikamentengabe

  • K. T. M. Schneider
  • C. v. Kaisenberg
  • W. Holzgreve

Zusammenfassung

Im Folgenden sollen die speziellen Besonderheiten der Medikamentengabe an den Fetus, der nicht nur ein “kleiner Erwachsener” ist, besprochen werden. Dabei liegt es bei diesem relativ jungen Anwendungsgebiet nahe, daß mehr Fragen aufgeworfen werden als gegenwärtig schon Antworten gegeben werden können. Prinzipiell ist zu unterscheiden zwischen der mütterlichen Medikamentengabe, mit plazentarer Passage bei geeigneten Arzneimitteln, und der direkten fetalen Applikation. Die Plazentaschranke stellt dabei eine physiologische Barriere für Arzneimittel dar. Medikamente mit einem Molekulargewicht von <600 können mühelos passieren. Der Austausch ist bis zu einer Grenze von Mw 1000 möglich, in zunehmendem Maße aber von der Fettlöslichkeit abhängig. Die Passage von größeren Molekülen ist eher fraglich (662). Es ist dabei erforderlich, ein vollkommen neues Verständnis der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik zu entwickeln. Folgende Prinzipien sind dabei zu berücksichtigen:
  • die fetale Medikamentenbehandlung folgt eigenen pharmakokinetischen Regeln,

  • es werden Biomarker verwendet, um die Wirksamkeit fetaler und mütterlicher Therapien zu überprüfen,

  • fetale Risiken müssen aktiv vermieden werden (504).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • K. T. M. Schneider
    • 1
  • C. v. Kaisenberg
    • 2
  • W. Holzgreve
    • 3
  1. 1.Frauenklinik und Poliklinik, Klinikum rechts der IsarTechnische Universität MünchenMünchenDeutschland
  2. 2.Frauenklinik und PoliklinikUniversitätskrankenhaus EppendorfHamburgDeutschland
  3. 3.Zentrum für FrauenheilkundeWestf. Wilhelms-UniversitätMünsterDeutschland

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