Rudern pp 238-243 | Cite as

Rudern und Scheuermann-Krankheit

  • M. Rütten
  • L. Rütten
Conference paper

Zusammenfassung

Rudern ist eine Sportart mit Belastung des ganzen Körpers. Wie bei jeder Sportart muß unterschieden werden in Leistungssport, Breitensport und Behindertensport. Bei ungünstigen konstitutionellen Bedingungen können auch bei Breitensportarten Schäden auftreten. Der 1927 von Bätzner erstmals eingeführte Begriff des Sportschadens zeigt, daß bei einem Mißverhältnis von Belastung und Belastbarkeit schleichende pathologische Veränderungen auftreten können. Sportschäden haben nach Groh [2] bis 5% aller Sporttreibenden, dabei ist der Sportschaden z.Z. das größte Problem des modernen Hochleistungssports. Das bradytrophe Gewebe des Bewegungsapparates hat sich dabei für die sportliche Höchstleistung als limitierender Faktor erwiesen. Hinzu kommt die sich ändernde Geweberelation, da bis zur Pubertät die Muskelmasse 30% des Körpergewichts beträgt, danach aber 40%. Für eine Schädigung ist der Akzellerierte besonders anfällig. Die sportliche Aktivität des Ruderns fällt hauptsächlich in die Zeit des Körperwachstums, deshalb soll versucht werden, aus orthopädischer Sicht den Zusammenhang zwischen der Sportart Rudern und einem möglichen Sportschaden der wachsenden Wirbelsäule aufzuzeigen. Hierfür sind einige Hinweise zur normalen und pathologischen Anatomie und zur Biomechanik erforderlich.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • M. Rütten
  • L. Rütten

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