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Die Putzerei

  • H. Bruno Wolf

Zusammenfassung

Das Fasergut kommt in Form gepreßter Ballen in die Spinnerei. Baumwollballen sind stärker gepreßt als Zellwollballen (Frachtkosten im Überseeverkehr). Der Rohstoffbedarf für 2 bis 4 Monate wird in einem Ballenlager gespeichert. Aus Gründen der Platzeinsparung wird das Ballenmagazin meist als Hochlager gebaut. Die Schichthöhe sollte jedoch 10 m (Sicherheit!) nicht überschreiten. Die Verteilung der Ballen im Lager erfolgt mittels Laufkrane mit denen sich jede Stelle im Magazin erreichen läßt, oder durch Hubstapler, mit denen auch der Transport zur Ballenvorwärmung erfolgen kann. Die Anlieferung der Ballen geschieht entweder durch die Bahn oder mit Lastkraftwagen. Die eingehenden Ballen werden gewogen und nach Herkunft, Partie, Aufmachung usw. ins Lagerbuch eingetragen. In vielen Fällen müssen aus Wirtschaftliehkeitsgründen Baumwollsorten verschiedener Herkunftsländer zu Spinnpartien zusammengemischt werden; deshalb sollten im Lagerhaus alle Ballen zugänglich sein. Die einzelnen Partien oder Lose werden meist nicht auf einmal, sondern gruppenweise abgearbeitet. In einer Spinnpartie sind also Ballen mehrerer Lose zusammenzumischen. Diese Ballen unterscheiden sich oft in Aussehen und Charakter, so daß eine gründliche Aussortierung nach Stapel, Micronaire-Feinheit, Reifegrad, Faserfestigkeit und anderen arbeitstechnischen Gesichtspunkten erfolgen muß, ehe die Ballen dem Spinnprozeß zugeführt werden können. Die Durchmischung muß entsprechend gründlich sein.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • H. Bruno Wolf
    • 1
  1. 1.Münchberg/Ofr.Deutschland

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