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Wasser, Diffusion, Osmose

  • Hans Netter

Zusammenfassung

Die Bedeutung des Wassers für die Organismen wird vielleicht am eindringlichsten durch die Tatsache demonstriert, daß die Organe zu einem sehr hohen Prozentsatz, ja einige Lebewesen, wie der frühe Embryo oder die Qualle, zu über 95% aus Wasser bestehen (Tabelle 16 und 17). Es tritt als Endprodukt der biologischen Verbrennung organischer Stoffe auf und spielt eine Rolle bei hydrolytischen Spaltungen und zahlreichen anderen chemischen Reaktionen. Denkt man weiter an den Harn oder Schweiß, welche Abfallprodukte aus dem Organismus herausschwemmen, oder erinnert man an die Körpersäfte, die Material von Organ zu Organ tragen, so erkennt man sogleich seine Aufgabe, auch als Vehikel zu dienen. Es ist aber vor allem auch Lösungsmittel für zahlreiche Stoffe, die in den Zellen vorhanden sind und hier reagieren. In der Tat läßt sich keine Flüssigkeit finden, welche das Wasser auch nur annähernd in dieser Funktion ersetzen könnte. Es ist auffallend und erklärt sich wohl aus der Allgemeinheit seines Vorkommens, daß seine hervortretenden Eigenschaften als Milieu für die physikalischen und chemischen Vorgänge im Organismus nur selten zusammenfassend gewürdigt wurden. Erst L. I. Henderson wies 1913 in einer grundlegenden Studie darauf hin, wie entscheidend die biologischen Mechanismen durch die nun einmal gegebenen und anschließend zu erörternden physikalischchemischen Eigenschaften des Wassers bestimmt werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • Hans Netter
    • 1
  1. 1.Physiologischen ChemieUniversität KielDeutschland

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