Zusammenfassung

Rachitis. Englische Krankheit. Die R(h)achitis ist zuerst ausführlich von dem Engländer Glisson (1650) beschrieben worden, mit Betonung der Wirbelsäulenverkrümmung (gr. rháehis = Rüekgrat). Es liegt eine Allgemeinerkrankung mit einer Kalkphosphorstörung bei einern D-Vitarninmangei vor. Äußerlich treten besonders die Skeletveränderungen in den Vordergrund. Kinder irn Alter von 3 Monaten bis etwa 2 Jahren (Frührachitis) werden besonders betroffen. Kinder, die em sonnen- und iichtarmes Dasein unter sehiechten hygienisehen Verhältnissen vornehrnlieh in Industriestädten führen. — Mattigkeit, geringe Eßlust, schiaffe Muskeitätigkeit, blasse Gesiehtsfarbe, auffälliges Sehwitzen sind die ersten, in der dunklen Jahreszeit auftretenden, klinisehen Anzeiehen. Der Phosphatgehalt des Blutes ist erniedrigt. Nach einiger Zeit wird em Weiehwerden des Hinterhauptknoehens (Kraniotabes), knotige knorpeige Rippenverdickung (Rosenkranz), em sog. Quadratschadel und Verdickungen an den Epiphysengegenden wahrgenornmen. Bei schwereren Fällen, besonders, wo keine genügende Behandlung eingesetzt hat, kommt es zur starken Buckeibildung des Rüekgrates, zur Hühnerbrust usw. Unter Belastung nehmen die weichen Knochen der Beine die Stellung in 0-, X- oder Rokoko-Form an.

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© Springer-Verlag OHG. · Berlin, Göttingen and Heidelberg 1955

Authors and Affiliations

  • F. Oehlecker

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