Zusammenfassung

Die Lehre von der Ernährung ist nicht nur die Grundlage für einen weiten Bereich des ärztlichen Handelns, sondern auch eine notwendige Voraussetzung für planmäßiges Handeln in der Wirtschaft, ja in der Politik. Entsprechend dieser vielseitigen Anwendung beleuchten zahlreiche Betrachtungsweisen verschiedene Seiten alles dessen, was mit der Ernährung zusammenhängt. Die Naturwissenschaft, und in ihr besonders die Physiologie, bringt mit Maß und Zahl die Möglichkeit zum Verständnis der ursächlichen Zusammenhänge nach zwei Richtungen. Die chemische Betrachtungsweise erklärt die stoffliche Zusammensetzung der Nahrung mit den Bedürfnissen des Körpers und den Möglichkeiten, die die Lebewesen für die Umwandlung von Verbindungen in körpereigene und in Verbrauchsund Abfallstoffe besitzen. Die physikalische Behandlung klärt den Energiebedarf des Körpers für den Wärmehaushalt und für alle mit Energieaufwand verbundenen Leistungen. Jede dieser beiden Betrachtungsweisen und ihre Verknüpfung erklären dabei, indem sie die Erscheinungen und stofflichen Umsetzungen nach Art und Menge auf bekannte Gesetze der Physik und Chemie zurückführen. Nur diese wissenschaftlichen Methoden bringen Ergebnisse, die unabhängig von Ort und Zeit die für die Lebewesen gültigen Gesetze nach Ursache und Wirkung erkennen lassen. Sie stehen damit im Vordergrund der Ernährungslehre und des Stoffwechsels.

Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin, Göttingen and Heidelberg 1950

Authors and Affiliations

  • Konrad Lang
    • 1
  • Otto F. Ranke
    • 2
  1. 1.Physiolog. -Chem. InstitutsUniversität MainzDeutschland
  2. 2.Physiolog. InstitutsUniversität ErlangenDeutschland

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