Zusammenfassung

(1) Für diejenigen Speiseleitungen, die als Fahrleitungen an einem befonberen Geftänge verlegt find, gelten die §§ 19–22 diefer Borschriften, für Speiseleitungen, die als Kabel verlegt find, der § 27. Obgleich diefe Querschnitte für den § 34 kaum in Frage kommen, sei darauf hingewiesen, daß die neuen allgemeinen Vorschriften, die 1928 in Kraft gesetzt werden sollen, den Mindestquerschnitt für festverlegte Leitungen auf 1,5 mm2, für Leitungen in Beleuchtungskörpern auf 0,75 mm2 festsetzen werden. Vielfach werden auch Hausanschlüsse an die Arbeitsleitung oder Speiseleitung ausgeführt, auf welche dann die obigen und ferner die §§ 23–26 anzuwenden find. Diese Hausanschlüsse bedürfen besonderer Beachtung, und sie sollten mindestens für Lichtverbrauch unterbleiben, da die unbedingt erforberliche genaue Einhaltung der Hochspannungsvorschriften auch bei der üblichen Straßenbahnspannung von 600 V für Lichtanlagen nur sehr schwer durchführbar ist. Besonders bieten die §§ 11, 13, 16 und 18 Schwierigkeiten, da leicht die Versuchung besteht, normale Installationsmaterialien zu verwenden. Die Verwendung der unmittelbaren Bahnspannung in Privathäusern, Wirtschaften u. dgl. zu Beleuchtungszwecken ist daher, neben anderen Nachteilen, mit erheblichen Gefahren für Personen und Sachen verbunden. Hierüber herrscht leider selbst in den Kreisen der Installateure wenig Klarheit. Selbstverständlich steht der Verwendung auf Niederspannung umgeformten Bahnstromes nichts entgegen. Für den Dienstgebrauch wird man Ausnahmen zulassen können, zumal es sich meist nur um einen oder doch wenige, leicht zu beaufsichtigende Lichtstromkreise hanbelt.

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© Verlag von Julius Springer 1927

Authors and Affiliations

  • H. Uhlig
    • 1
  1. 1.ElberfeldDeutschland

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