Zusammenfassung

Sie sehen hier vor sich eine 28 jährige unverheiratete Bankbeamtin, die aus gesunder Familie stammt. Sie war bis vor ¾ Jahren wohlauf und frisch, ging ihrem Berufe unbehindert nach und trieb auch viel Sport. Da erkrankte und starb ihr Bruder, der ihr recht nahestand, an Rippenfellentzündung und schwerem Lungenabsceß. Das hat sie sehr mitgenommen und sehr aufgeregt. Seitdem ist in ihrem körperlichen und seelischen Verhalten eine Veränderung eingetreten. Sie wurde zu jener Zeit zum ersten Male von Bekannten darauf angeredet, daß ihre Augen weit heraustraten. In den folgenden Wochen machte sich eine leichte Verdickung des Halses bemerkbar. Zugleich stellten sich Kribbeln in den Händen und Füßen sowie lebhaftes Herzklopfen ein. Bei solchen Palpitationen fühlte sie den Stoß des Organes gegen die Brustwand und seine Schläge bis zum Halse herauf, so daß sie körperlich darunter litt und nicht schlafen konnte. Die Stimmung war veränderlich. Stumpfe Schwermut wechselte mit lebhaften Unruheempfindungen, Angst- und Erregungszuständen. Sie wurde bald rot, bald wieder blaß und schwitzte in letzter Zeit stark. Die Augen quollen immer mehr hervor. Schließlich vermochte sie ihren Dienst nicht mehr auszuüben und mußte die Klinik aufsuchen.

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Eigenes Schrifttum der Sauerbruchschen Schule

  1. Sauerbruch: Bruns’ Beitr. z. klin. Chir. 1921, Bd. 77 S. 1.Google Scholar
  2. Schumacher u. Roth: Mitt. a. d. Grzgeb. d. Med. u. Chir. 1913, Bd. 25 S. 746.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1926

Authors and Affiliations

  • Georg Schmidt
    • 1
  1. 1.UniversitätsklinikMünchenDeutschland

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