Örtliche Wundinfektionskrankheiten (Fortsetzung)

  • Paul Reichel

Zusammenfassung

Bei allen phlegmonösen Prozessen pflegen die Lymphwege früh mit affiziert zu werden. Schwellung und Schmerzhaftigkeit der regionären Lymphdrüsen lassen nicht lange auf sich warten; sie stellen eiförmige, bohnenoder haselnußgroße, derbe, zunächst gegeneinander und gegenüber der Umgebung frei verschiebliche, druckempfindliche Geschwülste dar. Der Verlauf dieser Lymphadenitis ist meist ein gutartiger; er hängt fast ganz von dem des Grundleidens ab. Mit dem Rückgange der primären Entzündung, der Beseitigung einer Sekretverhaltung schwindet auch die Schmerzhaftigkeit der Drüsen. Sie schwellen ab und sind nach einiger Zeit kaum noch als kleine derbe Knötchen dem palpierenden Finger erkennbar. In anderen Fällen aber kommt es zur eiterigen Einschmelzung. Erfolgt diese für gewöhnlich auch nur bei Fortdauer der Entzündung im primären Infektionsherd, so sehen wir doch gar nicht so selten auch eine Abszedierung der Lymphdrüsen erst nach Rückgang der letzteren, ja nach Heilung der infiziert gewesenen Wunde auftreten. An mehreren Stellen des graurötlichen Drüsengewebes, zunächst in der Rindenschicht, bilden sich kleinste, gelbe Eiterherde, die miteinander konfluieren und den erst später einschmelzenden zentralen Drüsenabschnitt umhüllen. Eine Periadenitis gesellt sich hinzu; benachbarte Drüsen verlöten miteinander und mit der Umgebung; ihre freie Verschieblichkeit hört damit auf; eine teigige Infiltration der umgebenden Weichteile, Rötung der Haut macht sich bemerkbar, Fieber und Schmerzen halten an resp.

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© J. F. Bergmann in München 1936

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  • Paul Reichel

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