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Verlauf und Nachbehandlung nach Operationen am Darm (Fortsetzung)

  • Paul Reichel

Zusammenfassung

Das bereits über die Nachbehandlung nach Darmresektion wegen brandiger Hernien Gesagte gilt auch für die aus anderer Indikation ausgeführten gleichartigen Operationen. Aber einiges muß doch hinzugefügt werden:

Der Verlauf nach Resektion des Dünndarmes wegen chronischer Stenosen oder Tumors ist im allgemeinen günstig, ihre Gefahren, falls es noch nicht zum Ileus gekommen war, geringer als nach der Bruchoperation, Nahtinsuffizienz Weitaus seltener, da die bei gangränösen Hernien infolge des Ileus meist vorhandenen schweren Ernährungsstörungen des zuführenden Rohres fehlen. Hingegen ist bei ihnen eine andere Gefahr nicht zu unterschätzen. Es müssen bei multiplen tuberkulösen Ulcerationen oft sehr große Darmstücke reseziert werden. Dadurch leidet, ist auch der Wundverlauf ungestört, die Ernährung; es droht die Gefahr der Inanition, zumal es sich ja meist um schon durch ihre Krankheit stark heruntergekommene Personen handelt. Entfernung von mehr als zwei Metern Darm werden nur ausnahmsweise vertragen. Sorge für streng geregelte Diätetik ist aber in diesen Fällen besonders geboten.

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Copyright information

© J. F. Bergmann in München 1936

Authors and Affiliations

  • Paul Reichel

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