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Die Membranpotentiale

Die Methoden ihrer Messung und Einfluß der Wasserstoffionenkonzentration
  • Jacques Loeb

Zusammenfassung

Ist die Lösung eines Proteinsalzes, etwa eine 1proz. Gelatinechloridlösung, mittels einer Kollodiummembran von destilliertem Wasser getrennt, so bildet sich, während das osmotische Gleichgewicht sich einstellt, eine Potentialdifferenz zwischen den beiden Membranseiten aus. Diese Potentialdifferenz, die man mittels des Comptonschen Quadrantenelektrometers unter Verwendung von gesättigten KCl-Kalomel-Elektroden bestimmen kann, wird ähnlich wie der osmotische Druck, die Quellung und die Viscosität durch Elektrolyte beeinflußt (vgl. Abb. 58). An sich würde hieraus nur hervorgehen, daß wir nunmehr noch eine weitere Eigenschaft der Proteine gefunden haben, deren Beeinflußbarkeit die gleichen, uns vom osmotischen Druck, von der Quellung und von der Viscosität her bekannten Charakteristika zeigt, wenn wir nicht die Änderungen dieser neuen Eigenschaft mit dem Donnan-Gleichgewicht in Zusammenhang bringen könnten.

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Literatur

  1. 1).
    Diese Erscheinung ist keineswegs als selbstverständlich zu betrachten, was jeder, der das Buch von Beutner: „Die Entstehung elektrischer Ströme in lebenden Geweben“kennt, zugeben wird. Das Membranpotential und das mit der Wasserstoffelektrode gemessene Potential kann nämlich in unserem Beispiel nur dann gleich sein, wenn die Proteine mit Säuren und Basen ionisierende Salze bilden und wenn die Proteinionen nicht durch die für die kleinen ksystalloidalen Ionen permeable Membran diffundieren können. Diese Umstände scheint A. V. Hill (Proc. of the roy. soc. of London [A] Bd. 102, S. 705. 1923), wie schon Hitchcock hervorgehoben hat (Journ. of gen. physiol. Bd. 5, S. 383. 1922/23), übersehen zu haben.Google Scholar
  2. 2).
    Die Grundlagen dieses kapitels finden sich bei J. Loeb: Journ of gen. physiol. Bd. 3, S.557. 1920/21; Bd. 4, S.351, 463, 741, 1921/22; Journ. of the Americ. chem. soc. Bd.44, S.1920. 1992Google Scholar
  3. 1).
    Bei manchen Versuchen wurde die Potentialdifferenz durch die Manometerröhre bestimmt, ohne daß der hydrostatische Druck vermindert wurde. Diese Werte stimmten mit den nach der angegebenen Methode gewonnenen überein.Google Scholar
  4. 2).
    Die Grundlagen dieses Kapitels finden sich bei J. Loeb: Journ. of gen. physiol. Bd. 3, S. 557, 667. 1920/1921;CrossRefGoogle Scholar
  5. 2a).
    Die Grundlagen dieses Kapitels finden sich bei J. Loeb: Journ. of gen. physiol. Bd. 4, S. 351, 463, 617, 741. 1921/1922;CrossRefGoogle Scholar
  6. 2b).
    Die Grundlagen dieses Kapitels finden sich bei J. Loeb: Journ. of gen. physiol. Bd. 44, S. 1920. 1922.Google Scholar
  7. 1).
    Loeb, J.: Journ. of gen. physiol. Bd. 1, S. 363. 1918/1919.CrossRefGoogle Scholar
  8. 1).
    Hitchcock, D. I.: Journ. of gen. physiol. Bd. 4, S. 597. 1921/1922.CrossRefGoogle Scholar
  9. 1).
    Hitchcock, D. I.: Journ. of gen. physiol. Bd. 4, S. 597. 1921/1922;CrossRefGoogle Scholar
  10. 1).
    Hitchcock, D. I.: Journ. of gen. physiol. Bd. 5, S. 35. 1922/1923.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1924

Authors and Affiliations

  • Jacques Loeb
    • 1
  1. 1.Rockefeller Instituts für Medizinische Forschung New YorkUSA

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