Das Syndrom der Rückenmarkskompression

  • M. Kroll

Zusammenfassung

Unter Rückenmarkskompression versteht man eine Schädigung des Rückenmarkes, welche durch pathologische Prozesse hervorgerufen wird, die sich in seiner Umgebung abspielen. Es handelt sich dabei nicht um eine tatsächliche mechanische Kompression. Dieselbe kann sich allerdings mit der Zeit auch entwickehi. Als Regel hängen die Veränderungen im Rückenmark bei der Kompression jedoch davon ab, daß der extramedulläre Krankheitsprozeß die Wurzeln, Gefäße, sowohl Arterien, Venen als auch Lymphgefäße abdrosselt und außerdem wesentliche Verschiebungen in der Liquorzirkulation hervorruft. Es treten makroskopische Veränderungen an der entsprechenden Stelle auf, die sich hauptsächlich in enormer Erweiterung der Venen äußern, wie auch im Fehlen der normalen Pulsationen des Duralsackes. Dieses Fehlen der Pulsation ist das hervorragendste Zeichen, welches sich dem Chirurgen bei der Intervention auf den ersten Blick darbietet und über die Ausdehnung der Kompression orientiert. Der Duralsack ist straff gespannt, die duralen und epiduralen Fettansammlungen springen vor. Nach Sicard und Forestier besteht in manchen Fällen von Rückenmarkskompression eine wahre epidurale Lipomatose. Derartige Reaktion des Zellfettgewebes soll nach den französischen Verfassern Resultat einer ungenügenden Beweglichkeit der entsprechenden Wirbel sein und auch bei anderen ankylosierenden Prozessen der Wirbelsäule vorkommen. Die Venenerweiterung beschränkt sich meist nicht auf die Stelle der Kompression, sondern erstreckt sich

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1929

Authors and Affiliations

  • M. Kroll
    • 1
  1. 1.Weissrussischen Staatsuniversität MinskMinskWeißrussland

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