Zusammenfassung

Die Diagnostik der chirurgischen Erkrankungen, der Harnwege stellt insofern besondere Anforderungen an den Untersucher, als er gezwungen ist, sich in einem komplizierten und in seiner Form teilweise variabeln Organsystem zurechtzufinden, welches in der Tiefe des Körpers verborgen Hegt und dessen Konturen er bestenfalls in einzelnen Abschnitten ohne instrumentelle Beihilfe abtasten bzw. übersehen kann. Er arbeitet im eigentlichen Sinne des Wortes „im Dunkeln“und nur eine genaue topographische Kenntnis des uropoetischen Systems vermag dieses Dunkel zu erhellen. Er muß daher durchaus mit den anatomischen Verhältnissen vertraut sein und Erörterungen über die Diagnostik und Therapie können nicht besser eingeleitet werden als durch eine kurze Darlegung der Anatomie des Systems: Nicht der deskriptiven und histologischen Anatomie, welche die Lehrbücher in abgeschlossener Weise bieten, sondern der topographischen Verhältnisse, deren Bedeutung nur vom Chirurgen in genügender Weise bewertet werden kann, der dauernd auf sie angewiesen ist und schwerwiegende Entschlüsse nur auf ihnen aufbauen kann.

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© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • Peter Janssen
    • 1
  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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