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Einleitung

  • Heinrich von Hoesslin

Zusammenfassung

Unter Auswurf (Sputum) im engeren Sinne verstellt man gewöhnlich ein durch krankhafte Vorgänge der Lungen und Luftwegen abgesondertes Produkt, das durch den Akt des Hustens und Räusperns in die Mundhöhle und aus dieser durch Spucken nach außen befördert wird. Zur näheren Bezeichnung der Herkunft bezeichnet man es dann noch Lungen-, Bronchial-, Rachenusw. Sputum und macht weiterhin auch noch einen Unterschied nach der Art der Erkrankung, spricht also von Gangrän-, Tumor-, pneumonischem Sputum. Auch die Abscheidungen der Nase sind dem Auswurf zuzurechnen, sobald sie ihren Weg durch Rachen und Mund nehmen; für die Untersuchung darf man allerdings keinen Unterschied machen, ob sie durch Aushusten oder durch Schnauben und Schneuzen entleert werden. Ähnlich ist es mit dem Mund- und Rachensekret: auch das Resultat der Abstriche müssen wir bei den folgenden Besprechungen verwerten, obwohl es sich nicht eigentlich um „Auswurf“ handelt. Schließlich ist es ein Zufall, ob eine diphtherische Membran ausgehustet oder verschluckt wird, und daß Diphtheriebacillen auch ohne sichtbaren Auswurf beim Husten in die Umgebung ausgestreut werden, wissen wir zur Genüge.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1926

Authors and Affiliations

  • Heinrich von Hoesslin
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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