Siebenter Abschnitt

  • Richard Goldschmidt
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 3/1)

Zusammenfassung

Richten wir nun wieder den Blick auf unseren alten Freund Ascaris, der fein säuberlich aufgeschnitten in der Sezierschale vor uns liegt. Da sehen wir ein flaches Band durch die ganze Länge des Tieres hindurchziehen. Nur am Vorder- und Hinterende erscheint es auf eine kurze Strecke etwas verändert (Abb. 77). Genauere Untersuchung zeigt uns bald, daß das scheinbare Band ein flach zusammengedrückter Schlauch ist und wir werden uns nicht zu sehr wundern, zu erfahren, daß wir hier den Darm des Spulwurms vor uns haben. Eine genaue Untersuchung, bei der wir uns auch des Mikroskops bedienen, lehrt bald, daß er aus drei Abschnitten besteht. Vorn am Körperende, zwischen den früher erwähnten Lippen liegt die Mundöffnung. Sie führt in ein kurzes, etwa ein Zentimeter langes, kreisrundes Rohr, das wir den Schlund nennen. Daran schließt sich der bandförmige Hauptteil des Darms an, der schließlich wieder in ein kurzes Endstück, den Mastdarm, übergeht, der mit der Afteröffnung nach außen mündet. So verschiedenartig nun der Darm der Tierarten aussehen mag, in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle besteht er aus diesen drei Teilen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • Richard Goldschmidt
    • 1
  1. 1.Berlin-DahlemDeutschland

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