Konzentration des Giftes im Körper bei verschiedener Applikation. — Schema der Herztätigkeit und des Kreislaufes

  • Ernst Frey

Zusammenfassung

In den meisten Fällen erfolgt bei der Wirkung der Arzneistoffe eine Einwirkung an Ort und Stelle, wo sie mit dem Körper in Berührung kommen, und zweitens eine Beeinflussung ganz bestimmter Stellen, zu denen eine besondere Affinität vorliegt oder die eine gesteigerte Empfindlichkeit gegen das Gift besitzen. Mehr oder weniger tritt eine dieser Wirkungen in den Hintergrund oder doch nur als Nebenwirkung auf, so daß wir die Stoffe in lokal wirksame und solche einteilen können, die erst nach der Aufnahme in den Körper, nach der Resorption, eine Beeinflussung der Körperfunktionen zeigen. Während, wie wir sahen, die Konzentration bei den lokal wirksamen Körpern allein den Ausschlag gibt, ist die Wirkungsstärke der resorptiv wirksamen Stoffe abhängig von der absoluten Menge, der Dosis. Und doch müssen wir uns auch hier den Prozeß so vorstellen, daß der Grad der Speicherung von der Konzentration der umspülenden Flüssigkeit abhängig ist, daß die Vergiftung der Zelle von der Giftkonzentration des Milieus bestimmt wird. Sie sahen schon am Alkohol, einem Stoff, der doch auch am ganzen Tier resorptiv wirkt und für den man eine wirksame Dosis für in der Luft lebende Tiere festsetzen kann, daß seine Konzentration ausschlaggebend für die Stärke der Vergiftung ist. Und ähnliche Verhältnisse finden wir bei der Wirkung einer Dosis etwa von Morphin wieder.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • Ernst Frey
    • 1
  1. 1.Marburg an der LahnDeutschland

Personalised recommendations