Kernphysik pp 109-122 | Cite as

Die kosmischen Strahlenschauer

  • H. Geiger

Zusammenfassung

1. Einleitung. Wie uns die Wilson-Kammer in anschaulicher Weise zeigt, löst die kosmische Ultrastrahlung gelegentlich an einer einzigen Stelle ein ganzes Bündel von Strahlen aus, das in Einzelfällen aus Hunderten von Elektronen bestehen kann. Diese Strahlenschauer sind ohne Parallele in unserer heutigen Physik ; ihr Studium ist eine besonders reizvolle, aber nicht gerade einfache Aufgabe. Drei Untersuchungsverfahren, die sich gegenseitig ergänzen, haben sich bewährt: die Hochdruck-Ionisationskammer, das Zählrohrdreieck in Koinzidenzschaltung, die Wilson-Kammer. Leider sind alle drei Verfahren mühsam und zeitraubend, so daß auch der kleinste Schritt voran meist mit monatelangen Registrierungen erkämpft werden muß. Trotzdem ist die Literatur über Schauer schon sehr umfangreich, teilweise allerdings auch noch widerspruchsvoll. Ich kann meine heutige Aufgabe nicht darin sehen, das zusammenzustellen, was über die Schauer schon gemessen und gesagt worden ist; ich kann nur einige bestimmte Fragenherausgreifen, die mir für die Weiterentwicklung des Problems besonders wichtig erscheinen; diese sind:
  1. I.

    Die Schauerhäufigkeit, und zwar ihre Abhängigkeit von der Bleidicke und ihr Zusammenhang mit der Schauergröße.

     
  2. II.

    Die Natur der Schauer, und zwar vornehmlich Divergenz, Zahl und Art der Strahlen eines Schauers.

     
  3. III.

    Die Auslösung der Schauer, insbesondere die Art und Struktur der sogenannten Auslösestrahlung (B-Strahlen).

     
  4. IV

    Die Schauer im Gesamtbild der Ultrastrahlung.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1936

Authors and Affiliations

  • H. Geiger
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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