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Brennen und Graphitieren

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Zusammenfassung

Nachdem die grünen Elektroden beim Lagern genügend erhärtet sind, setzt man sie in die Brennöfen ein. Im allgemeinen sind es mit Generatorgas geheizte Ringöfen, welche als Tieföfen in die Erde eingebaut sind. Abb. 104 zeigt die Anordnung der Kammern und die Führung der Heizgase, der Luft und des Feuers in einem vorbildlichen Ringofen von Meiser in Nürnberg. Die einzelnen Kammern, in welche die Elektroden senkrecht eingesetzt werden, sind mit Deckeln verschlossen, welche man mit einem Laufkran abhebt. Aus dem Gaserzeuger b treten die Heizgase in den Gaskanal c, der in der Mitte des Ofens angeordnet ist; sie werden, indem man eiserne Überführungen d aufsetzt, der gerade im Feuer befindlichen Kammer (im oberen Teil der Abb. 104 Kammer Nr. 7) zugeführt, wo sie mit der in den Vorkammern 2–6 vorgewärmten Luft verbrennen (von Kammer 1 und 2 sind die Deckel abgenommen). Die Rauchgase strömen dann weiter durch die erst gefüllten Kammern, wärmen deren Inhalt vor und ziehen in Kammer 12 durch die eisern Überführung e in den Rauchkanal n, welcher die Gase in den Kamin führt. Wenn in Kammer 7 die Elektroden gar gebrannt sind, so geht man (unterer Teil von Abb. 104) zur nächsten Kammer 8 über, nachdem man auf Kammer 1 den Deckel und die Rauchüberführung e gesetzt hat.

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Notes

Literatur

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1932

Authors and Affiliations

  1. 1.Technischen Hochschule BerlinDeutschland

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