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Geschichtliche Einleitung

Chapter
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Zusammenfassung

Die Industrie der künstlichen Kohlen oder, besser gesagt, Elektrodenkohlen, liefert die gut leitenden Kohlen für galvanische Elemente und für Bogenlampen, Dynamobürsten und vor allem die großen Kohlenelektroden für elektrische Öfen (zuerst zur Karbiderzeugung), für Schmelzelektrolyse (hauptsächlich Aluminium) und für die Elektrolyse wässeriger Lösungen (besonders Chloralkali-Elektrolyse). Außer der guten Leitfähigkeit für den elektrischen Strom werden je nach dem Verwendungszweck an die Kohlen besondere Anforderungen gestellt. Z. B. sollen die Elektroden für elektrothermische Zwecke mit großer Festigkeit hohe Widerstandsfähigkeit gegen schroffe Temperaturunterschiede verbinden. Die Anodenkohlen für die Aluminiumbäder dürfen nur sehr geringe Mengen von Kieselsäure und Eisenoxyd enthalten, die Elektrolysekohlen sollen sich nur wenig und vor allem gleichmäßig abnutzen. Die Bürstenkohlen sind je nach der Belastung und der Umlaufgeschwindigkeit verschieden zu wählen. Die Bogenlampenkohlen sollen ein ganz ruhiges, nicht zuckendes Licht liefern und müssen heutzutage als Kinokohlen außerordentlich hohe Strombelastung vertragen.

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Notes

Literatur

  1. 1.
    wurden unter besonders ungünstigen Umständen mehr als 70 kg, oft 50 kg Elektroden auf die Tonne geliefertes Karbid benötigt, während man heute unter günstigen Umständen bis auf 18 kg herabkommt.Google Scholar
  2. 1.
    Casselmann hatte bereits 1843 beobachtet, daß solche Beimengungen den Bogen verlängern und seine Leuchtkraft erhöhen (vgl. Kap. 14).Google Scholar
  3. 1.
    benutzte Werner Siemens solche Kohlenelektroden, um Metalle in einem Tiegelofen durch die strahlende Hitze des Lichtbogens zu schmelzen.Google Scholar
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    Diese Angaben verdanke ich meinem Freunde, Herrn Prokurist Niessner, welcher seit 1895 bei den Planiawerken tätig ist.Google Scholar
  8. 1.
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  9. 1.
    Siemens-Z. Bd. 12 (1932) S. 11. Hier wird auch mitgeteilt, daß Siemens-Plania maßgebenden Einfluß auf die italienische Gesellschaft Societa Italiana dei Forni elettrici e dell’ Elettrocarbonium hat, welche etwa 10000–12000 t leistet.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1932

Authors and Affiliations

  1. 1.Technischen Hochschule BerlinDeutschland

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