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Zusammenfassung

In der geschichtlichen Einleitung habe ich bereits (S. 5) erwähnt, daß zuerst Carré Kohlenstäbe für Bogenlampen aus einer Mischung von Kokspulver und etwas Ruß mit Sirup oder einem anderen Bindemittel herstellte. Heute verwendet man für die besten Reinkohlen Ruß als Rohstoff1. Der Ruß darf nicht mehr als 6% Wasser und Öl enthalten und muß, wenn nötig, vom Überschuß durch Erhitzen befreit werden. Als Bindemittel dient Teer. Ruß und Teer sollen nicht mehr als 0,02% Asche geben. Unmittelbar verwendet würde aber der Ruß wegen seiner großen Schwindung beim Brennen krumme und rissige Stäbe geben. Deshalb formt man zunächst aus einer Mischung von etwa 100 kg Ruß mit 130 kg Teer in der Blockpresse Klötze, glüht sie bei 1000–1400° und mahlt sie dann zu feinstem Pulver. Ein ausgezeichneter Rohstoff sind zerbrochene Kohlenstifte, wenn sie keine Salze enthalten und sauber geblieben sind; auch sie werden sehr fein gemahlen. Damit beim Mahlen der Rohstoffe kein Eisen hereinkommt, hat man die Rohrmühle mit Holz
Abb. 255

Ablegetisch.

ausgekleidet, das aber nach einigen Monaten erneuert werden mußte. Gewöhnlich entfernt man die Eisenteilchen durch Magnetscheider.

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Notes

Literatur

  1. 1.
    W. Th. Casselmann hat in Marburg als Schüler Bunsens 1843 mit einer Dissertation über die galvanische Kohlezinkkette promoviert. Aus seiner Dissertation ist ein Teil „Über einige im Kreise der Kohlezinkkette beobachtete Lichterscheinungen“ in Poggendorffs Annalen Bd. 63 S. 576 (1844) erschienen. Er beschreibt zunächst das Aussehen des Lichtbogens, den er mit Hilfe einer Batterie von Bunsenelementen zwischen Kohlenspitzen bis einer Länge von 5 mm erzeugt, vergleicht dann die Lichtstärke des Bogens mit einer Stearinkerze und teilt mit, daß er seine Leuchtkraft vervielfachen kann, indem er die Kohlen mit einer Lösung von Strontium- oder Kupfernitrat, Chlorzink, Kochsalz, Ätzkali, Borsäure, Borax oder Natriumsulfat tränkt. Z. B. erhielt er mit Borax und Schwefelsäure bei gleicher Stromstärke etwa neunmal soviel Licht wie mit roher Kohle. Auch die magnetischen Eigenschaften des Lichtbogens hat er näher untersucht.Google Scholar
  2. 1.
    Die Kinotechnik Bd. 13 S. 339 (1931).Google Scholar
  3. 1.
    Journ. f. Gasbeleuchtung Bd. 51 S. 1210 (1908).Google Scholar
  4. 2.
    Näheres findet man im „Praktischen Handbuch der gesamten Schweißtechnik“ von Schimpke und Horn, Bd. 2 Elektrische Schweißtechnik. Berlin: Julius Springer 1926.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1932

Authors and Affiliations

  1. 1.Technischen Hochschule BerlinDeutschland

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