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Zusammenfassung

Die Menschen begnügten sich nicht lange damit, die Nahrungsmittel, wie sie die Natur bot, zu genießen. Mit den ersten Regungen der Intelligenz bemühten sie sich, ihnen die Nährstoffe in konzentrierter Form zu entnehmen. Dies führte in einem wohl kleinen Zeiträume zu einem dreifachen Ergebnis, zur Gewinnung derjenigen drei Stoffe, welche im Pflanzensamen enthalten sind, um dem jungen Keime als Nahrung zu dienen: der Stärke, des Zuckersaftes (Traubensaftes), des Pflanzenöles. Der Vorgang, diese Stoffe den Pflanzen zu entziehen, war wahrscheinlich in allen drei Fällen ursprünglich der gleiche, nämlich der des Ausquetschens, wozu beim Öle schon in früher Zeit das Ausschmelzen über Wasser kam. Alle drei Produkte dienten in erster Linie als Nahrungsmittel, in zweiter zu religiösen Zwecken. Während aber Stärke und Zucker, sowie der daraus erzeugte Alkohol, erst nach Jahrtausenden noch andere wichtige Verwendungsgebiete fanden, wurde das Öl schon frühzeitig als Beleuchtungsmittel gebraucht. Bereits vor der Geburt Mosis benutzten die ägypter Lampen, die mit Öl gespeist wurden (Exod. XXV, 31). In Palästina fanden die Juden die verheißene ölfrucht, die einen bedeutenden Teil des Reichtums des Landes bildete. Im alten Testamente geschieht des Öles daher des öfteren Erwähnung. Der siebenarmige Leuchter, von dem in der heiligen Schrift die Rede ist, trug, wie auch seine Abbildung am Titusbogen in Rom andeutet, Lampen. Daß das zur Beleuchtung verwendete Material Olivenöl war, erhellt aus verschiedenen Stellen des Pentateuchs.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1906

Authors and Affiliations

  • F. Ulzer
  • J. Klimont

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