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Erythema nodosum

  • H. Finkelstein
  • E. Galewsky
  • L. Halberstaedter

Zusammenfassung

Dem Erythema exsudativum multiforme sehr nahe stehend, aber im allgemeinen schwerer verlaufend, ist das Erythema nodosum. Gleich jenem tritt es zuweilen gehäuft auf und zeigt hinsichtlich der Begleiterscheinungen und der Verbindung mit Anginen und anderen Erkrankungen der oberen Luftwege ebenfalls gewisse Beziehungen zum Gelenkrheumatismus. Unter ziemlich starkem prodromalen Unbehagen, Frösteln, Temperaturerhöhungen, Schmerzen in den Gelenken und Gliedern entstehen in den tieferen Schichten des Unterhautzellgewebes und Fettgewebes derbe, teigige Knoten, die sich blaurötlich verfärben, auf Druck schmerzhaft sind, bei leichter Erhabenheit sich derb anfühlen und bis zu Hühnereigröße wachsen können (Erythema contusiforme). Sie finden sich hauptsächlich am Unterschenkel und Fußrücken und gehen gelegentlich auch auf den Rumpf und die Vorderarme über. Die Knoten, deren Größe und Zahl verschieden ist, blassen nach einiger Zeit, im allgemeinen innerhalb 2–3 Wochen ab und hinterlassen eine braune Verfärbung, wie wir es bei allen Blutaustritten sehen. Recht häufig tritt die Eruption ziemlich akut nach längeren, fieberhaften Prodromen ein und nach ihrem Erscheinen kommt es, wie nach einer Krisis zu schneller Heilung. In schwereren Fällen können die Knoten durch neue Nachschübe sich vermehren und dadurch bewirken, daß die Krankheit mehrere Monate dauert. Die Temperatur schwankt zwischen 38 und 41, steigt in leichteren Fällen nur bis 38, fällt allmählich ab, um jeden neuen Schub durch Temperaturanstieg wieder anzukündigen.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1922

Authors and Affiliations

  • H. Finkelstein
    • 1
  • E. Galewsky
    • 2
  • L. Halberstaedter
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland
  2. 2.DresdenDeutschland

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