Energieumsatz pp 315-368 | Cite as

Allgemeine Pharmakologie der Muskeln

  • Otto Riesser
  • Ernst Simonson
Part of the Handbuch der Normalen und Pathologischen Physiologie book series (2664, volume 8/1)

Zusammenfassende Darstellungen

Seit dem Erscheinen des Handbuchs der experimentellen Pathologie und Pharmakologie von Heinz im Jahre 1905 ist kein Versuch gemacht worden, das Gesamtgebiet der Muskelpharmakologie geschlossen darzustellen. Das kurze Kapitel in dem bekannten Lehrbuch der experimentellen Pharmakologie von Gottlieb und H. H. Meyer behandelt nur einige wenige Fragen aus diesem Gebiet. Berücksichtigt man die großen Fortschritte, die seither die Lehre von den Muskeln durch gemeinsame Arbeit der Physiologen und Pharmakologen gemacht hat und bedenkt man die zentrale Stellung, welche der Muskelphysiologie heute fast mehr denn je im Rahmen der Biologie überhaupt zukommt, so wird man eine erneute Zusammenfassung der Ergebnisse der muskelpharmakologischen Forschung für wohl berechtigt halten. Es erscheint dies um so erwünschter, als es zwar eine überaus große Zahl von Einzelbeobachtungen über die Wirkung der verschiedensten Pharmaca auf Muskelgewebe in der Literatur gibt, die funktionelle Betrachtungsweise indessen, die doch sonst die neuere Pharmakologie kennzeichnet, hier kaum angewandt wurde. Es muß versucht werden, die zahlreichen und in ihrem Wert sehr ungleichmäßigen Einzelbeobachtungen zur Beantwortung der Frage zu benutzen: Wie können die Funktionen der Muskeln durch Pharmaca verändert werden und welche Typen pharmakologischer Wirkung können wir beim Muskel unterscheiden ? Diese Fragestellung und ihre Beantwortung muß zu einer Pharmakologie der Muskeln auf physiologischer Grundlage führen. Wenn man feststellen muß, daß die Muskelpharmakologie im allgemeinen nicht die Berücksichtigung fand, die man erwarten sollte, so ist dies zum Teil sicher dadurch begründet, daß dieses Grenzgebiet zum guten Teil schon von der Physiologie beschlagnahmt wurde, zugleich aber auch dadurch, daß die Therapie für das pharmakologische Studium der Muskeln verhältnismäßig wenige Fragestellungen bot. Das Interesse der Pharmakologen hat sich demgegenüber in weit erheblicherem Umfange den glattmurkeligen Organen in ihren Beziehungen zum vegetativen Nervensystem zugewandt.

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Zusammenfassende Darstellungen

  1. Heinz: Handbuch der experimentellen Pharmakologie Bd. I, 2. Hälfte. Jena: Gustav Fischer 1905.Google Scholar
  2. Heffters Handbuch der experimentellen Pharmakologie. Berlin: Julius Springer 1922/24.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1925

Authors and Affiliations

  • Otto Riesser
    • 1
  • Ernst Simonson
    • 1
  1. 1.GreifswaldDeutschland

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