Schmetterlinge in Beziehung zu Ameisen und Termiten

  • Martin Hering
Part of the Biologische Studienbücher book series (BIOLSTUD OBA, volume 3)

Zusammenfassung

Es gibt in vielen Insektenordnungen gewisse Arten, die in einer besonders nahen Beziehung zu den sozial lebenden Ameisen und Termiten stehen und ein Verhältnis zu ihnen haben, das schon an Symbiose grenzt, auf die wir dann im folgenden Kapitel noch eingehender zurückkommen müssen. Nicht in allen diesen Fällen ist es einwandfrei festgestellt, ob eine echte Symbiose vorliegt; es soll deshalb eine gesonderte Betrachtung dieser Ameisen- und Termitengäste stattfinden. Man bezeichnet die Tatsache, daß Schmetterlingsraupen in den Nestern von Ameisen, die doch ihre natürlichen Feinde sind, vorkommen und von ihnen nicht angegriffen werden, als Myrmekophilie und das entsprechende Phänomen bei Termiten als Termitophilie der betreffenden Raupen. Beide Erscheinungen sind wahrscheinlich weiter verbreitet, als wir heute annehmen; nur die Schwierigkeit der Beobachtung dieser Verhältnisse hat bewirkt, daß noch vieles in der Biologie dieser Formen unbekannt geblieben ist. Am besten erforscht ist die Myrmecophilie der Raupen. Eine Zusammenstellung der beobachteten Fälle gab Wasmann (1894) Nicht in allen Fällen kann man von einer echten Myrmecophilie der Raupen sprechen; vielfach handelt es sich nur um eine Lepidopterophilie der betreffenden Ameisen.

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© Julius Springer in Berlin 1926

Authors and Affiliations

  • Martin Hering
    • 1
  1. 1.Ƶoologischen MuseumUniversität BerlinDeutschland

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