Begriff und Zweck der Depotbuchhaltung

  • Maria Rasch
Part of the Bank- und finanzwirtschaftliche Abhandlungen book series (BFA, volume 9)

Zusammenfassung

Unter Depotbuchhaltung im Bankbetrieb ist diejenige Einrichtung zu verstehen, welche die Aufbewahrungsgeschäfte der Bank — Depotgeschäfte im Sinne des Gesetzes — buchmäßig zu erfassen hat. Diese Aufbewahrungsgeschäfte umfassen neben der Überlassung von Schrankfächern an andere und der Verwahrung verschlossener Depots für andere hauptsächlich die Aufbewahrung und Verwaltung von Effekten. Die Bankbetriebe haben mit der Depotbuchhaltung einer gesetzlichen Pflicht zu genügen, die ihr in § 1 des Bankdepotgesetzes vorschreibt, neben der Aufbewahrung der Werte unter äußerlich erkennbarer Bezeichnung jedes Hinterlegers oder Verpfänders „ein Handelsbuch zu führen, in welches die Wertpapiere jedes Hinterlegers oder Verpfänders nach Gattung und Nennwert der Stücke einzutragen sind“. Die Organisation der Depotbuchhaltung jedes Bankbetriebes trägt also laut Gesetzesvorschrift — so individuell,sie auch sonst sein mag — ein charakteristisches Merkmal: das Depotbuch als Handelsbuch.

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© Verlag von Julius Springer 1927

Authors and Affiliations

  • Maria Rasch
    • 1
  1. 1.KölnDeutschland

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